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Ein Unternehmen im Wandel Vom Einzelunternehmen zum Global Player
50 Jahre SGK Germany
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1971 folgte Dietrich Scholler mutig und entschlossen seiner Vision, gründete sein Unternehmen in einer Garage und legte so den Grundstein für nunmehr 50 Jahre Erfolgsgeschichte von SGK in Nürnberg und darüber hinaus. Sein Interesse galt stets dem technologischen Fortschritt, der Verbesserung von Prozessen und Ergebnissen. Mit Weitsicht, Ideen, Zuversicht und Offenheit für starke Partnerschaften entwickelte er eine zukunftsorientierte, visionäre Firmenphilosophie, die bis heute das Unternehmen prägt. Das 50-jährige Bestehen des Standortes Nürnberg ist ein guter Anlass, seine Geschichte und damit die von SGK in Deutschland zu erzählen.

 

Wie schon manch andere Erfolgsstory hat auch die unsere mit einem Menschen angefangen, der über die wichtigsten Dinge verfügte, um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten: Eine große Portion Mut, Zuversicht, Ideen und eine Garage.

Dietrich Scholler war schon immer ein Visionär, ein kreativer Geist, der mit seinen Ideen etwas bewirken wollte. Eigenschaften, die in den 1950er Jahren im damaligen Schul- und Ausbildungssystem eher unerwünscht waren und schon gar nicht gefördert wurden. Mit dem Abschluss der Mittleren Reife und einer Ausbildung zum Galvanoplastiker legte er den Grundstein für seinen Werdegang im Hochdruck und dem späteren Flexodruck.

In einem Stuttgarter Unternehmen sammelte er nach seiner Ausbildung erste Erfahrungen und wurde durch sein Arbeitsumfeld ermutigt, seine Karriere weiter voranzutreiben. So kehrte er nach zwei Jahren zurück nach Nürnberg, absolvierte nach harten Studienjahren seine Meisterprüfung und wurde nebenberuflich als Ausbilder an der Technikerschule tätig. Die Aussicht, das Unternehmen, in dem er arbeitete, alsbald übernehmen zu können, sorgte für einen weiteren Leistungs- und Motivationsschub. Doch selbst fünf Jahre später war keine Weiterentwicklung in Sicht. Zudem hatte sich das Unternehmen nicht zukunftsfähig aufgestellt. Der Buchdruck stand kurz vor der Ablösung durch den Offsetdruck. Für Dietrich Scholler in vielerlei Hinsicht eine unbefriedigende Situation.

Ihm lag ein Jobangebot vor, für eine Druckerei im Vertrieb zu arbeiten. Eine Tätigkeit im Vertrieb war für ihn allerdings „der Obergraus“. Eine Veränderung musste her und so traf er wohl eher unbewusst eine wahrlich zukunftsweisende Entscheidung. Die Herstellung von Gummiklischees seines derzeitigen Betriebs inspirierte ihn, eine eigene Firma zu gründen und mit einem kleinen Team Druckformen herzustellen. Wäre sein damaliger Arbeitgeber bereit gewesen, in neue Technologien zu investieren und sein Engagement wertzuschätzen, hätte er sich vermutlich nie selbstständig gemacht.

Aus heutiger Sicht hatte er keine andere Wahl, um beruflich seiner Vision zu folgen. So gründete er mit gerade mal 31 Jahren sein eigenes Unternehmen aus der Überzeugung heraus, dass Gummiklischees Zukunft haben würden. Glücklicherweise hatte er mit seiner Ehefrau eine starke Stütze an seiner Seite.